Tagesausflüge ab Split

Das Tolle an Split ist, dass man von hier aus wunderbar Tagesausflüge unternehmen kann. So lassen sich neben der Stadt selbst auch weitere schöne Städtchen, Inseln und Strände erkunden. Das ist sogar ganz ohne Auto möglich, denn das Bus- und Fährnetz ist gut ausgebaut. Wir hatten während unseres Aufenthalts kein Auto zur Verfügung und konnten trotzdem einige tolle Ausflüge unternehmen. Hier zeige ich euch meine persönlichen Highlights.

Trogir

Trogir ist ein wunderschönes Ausflugsziel und lässt sich von Split aus ganz einfach mit dem Bus erreichen. Wir haben dafür die Buslinie 37 genommen, die Split über den Flughafen mit Trogir verbindet. Die Fahrt dauert je nach Verkehr ungefähr 50 bis 60 Minuten. Vom Busbahnhof aus erreicht man die historische Altstadt bequem zu Fuß.

Die Altstadt von Trogir liegt auf einer kleinen Insel und begeistert mit ihren alten Steinhäusern, verwinkelten Gassen und zahlreichen historischen Bauwerken. Die engen, schmalen Gassen erinnern ein wenig an Split und sind wunderschön. Hier kann man wunderbar umherlaufen, immer wieder neue Ecken entdecken und sich einfach treiben lassen.

Der Mittelpunkt der Altstadt ist der Hauptplatz, Trg Ivana Pavla II, mit der Kathedrale des heiligen Laurentius. Hier reihen sich beeindruckende historische Gebäude aneinander und bilden ein wunderschönes Gesamtbild. Besonders sehenswert ist das kunstvoll gestaltete Portal der Kathedrale, aber auch ein Blick ins Innere lohnt sich. Ebenso sehenswert ist das historische Rathaus. Ein weiterer Blickfang ist der auffällige Uhrturm der ehemaligen Kirche des heiligen Sebastian. Am Hauptplatz sollte man sich unbedingt etwas Zeit nehmen und die herrlichen Gebäude in Ruhe auf sich wirken lassen. Rund um den Platz befinden sich außerdem Cafés und Restaurants, in denen man eine kleine Pause einlegen kann.

Beim anschließenden Spaziergang durch die Altstadt wartet ein wahres Gassenlabyrinth darauf, erkundet zu werden. Hinter jeder Ecke entdeckt man kleine Plätze, Hinterhöfe, alte Häuserfassaden, Kirchen und viele schöne Details.

Im Park Zudika kann man eine kleine Pause einlegen und den Blick auf das Wasser und die zahlreichen Boote genießen. Auch die palmengesäumte Uferpromenade lädt zu einem Spaziergang ein und bietet immer wieder tolle Ausblicke auf den Hafen.

Von dort aus lohnt sich ein Abstecher zur Festung Kamerlengo, die am Ende der Altstadt liegt. Über die Brücke Čiovski most gelangt man anschließend auf die gegenüberliegende Seite. Von dort hat man einen tollen Blick auf die historische Altstadt von Trogir.

Omiš

Omiš lässt sich von Split aus gut mit dem Bus erreichen. Dafür kommen die Buslinie 60 oder die Busse von Promet Makarska infrage. Die Fahrt dauert je nach Verbindung ungefähr eine Stunde, kann aber auch deutlich länger ausfallen. Wir haben selbst erlebt, dass die Verbindung von Promet Makarska nicht ganz zuverlässig war und wesentlich länger gebraucht hat als eigentlich vorgesehen. Das sollte man bei der Planung eines Tagesausflugs auf jeden Fall berücksichtigen.

Omiš hat mich vor allem durch seine unglaublich beeindruckende Landschaft begeistert. Hier treffen hohe, graue Felsberge auf das Meer, während sich der türkisfarbene Fluss Cetina durch die Schlucht seinen Weg bahnt. Dieser Kontrast ist wirklich wunderschön und macht Omiš zu einem ganz tollen Ausflugsziel.

Auch die kleine Altstadt ist einen Spaziergang wert. Enge Gassen, schöne historische Gebäude und kleine Plätze laden dazu ein, den Ort in Ruhe zu erkunden.

Besonders toll fand ich die Festung von Omiš, von der man einen herrlichen Blick über den Ort, den Fluss und die umliegenden Berge hat. Die grauen Felswände und das türkisfarbene Wasser bilden einen unglaublichen Kontrast, einfach wunderschön! Wer bis zum höchsten Punkt der Festung hinaufmöchte, muss zum Schluss noch über eine Leiter aufsteigen. Wir haben diesen letzten Abschnitt allerdings ausgelassen.

Einen tollen Blick auf die Landschaft hat man übrigens auch direkt von der Brücke über die Cetina. Von hier aus sieht man den Fluss, die steilen Felswände und die Festung. Das Panorama ist wirklich beeindruckend und eignet sich hervorragend für ein paar schöne Fotos.

Sehr empfehlen kann ich außerdem einen Spaziergang entlang des Flussufers. Zur Orientierung bei Google Maps könnt ihr euch am In Caffe orientieren, an dem der Weg vorbeiführt. Unterwegs eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die grauen Felsen, die Festung und die Boote auf dem Fluss.

Auch auf der gegenüberliegenden Uferseite lohnt sich ein Spaziergang. Als Orientierung bei Google Maps könnt ihr das „I love Omiš“-Zeichen nutzen. Von dort aus lässt sich die Umgebung ebenfalls wunderbar erkunden und man hat tolle Ausblicke auf den Ort und die beeindruckende Felslandschaft.

Wer nach dem Spaziergang noch etwas Zeit am Meer verbringen möchte, sollte sich auch den Stadtstrand von Omišanschauen. Hier kann man sich eine kleine Auszeit gönnen und die besondere Lage des Ortes zwischen den Bergen und dem Meer genießen.

Küstenabschnitt Makarska Riviera

Von Omiš aus geht es mit dem Bus von Promet Makarska weiter entlang der wunderschönen Makarska Riviera. Schon während der Fahrt eröffnen sich herrliche Ausblicke auf die Küste, das türkisfarbene Meer und die beeindruckenden Felsberge im Hintergrund. Am liebsten wäre ich an mehreren Stellen ausgestiegen, um die Landschaft näher zu erkunden und ein paar Fotos zu machen. Schade, dass das mit dem Bus nicht so einfach möglich ist.

Wir sind in Brela ausgestiegen. Hier lädt die Promenade zu einem Spaziergang direkt an der Küste ein. Immer wieder eröffnen sich tolle Ausblicke auf das glasklare, türkisfarbene Wasser. Entlang der Küste gibt es außerdem schöne Strände und kleine Cafés, die zu einer Pause mit Meerblick einladen.

Besonders sehenswert ist der Punta-Rata-Strand, der zu den bekanntesten Stränden der Region zählt. Ein absolutes Highlight ist der berühmte Brela Stone, ein markanter Fels direkt im Meer, auf dem eine Pinie wächst. Zusammen mit dem türkisblauen Wasser und der Küste im Hintergrund ergibt sich ein wunderschönes Fotomotiv.

Wer genügend Zeit hat und weiter spazieren möchte, sollte die Küstenpromenade unbedingt noch ein Stück weiter erkunden. Vom Brela Stone aus kann man in beide Richtungen am Meer entlanglaufen und dabei immer wieder neue Buchten und schöne Ausblicke entdecken.

In Richtung Norden führt der Weg vorbei an weiteren kleinen Kiesstränden und Buchten, darunter Podrače und Stomarica. Wer weiterläuft, kann den Küstenabschnitt bis in Richtung Jakiruša erkunden.

In Richtung Süden führt die Promenade entlang weiterer Strände und Buchten bis nach Baška Voda. Der Weg verläuft größtenteils direkt am Meer und ist von Pinien gesäumt. Für die Strecke von Brela nach Baška Voda sollte man ungefähr 30 bis 45 Minuten einplanen. Dort angekommen, kann man noch durch den kleinen Küstenort spazieren, am Hafen entlanglaufen oder eine Pause in einem Café einlegen.

Wir haben aus Zeitgründen unseren Spaziergang am Brela Stone beendet und sind anschließend von Brela mit dem Bus zurück nach Split gefahren. Wer mehr Zeit mitbringt, kann den Aufenthalt aber wunderbar verlängern und die Küste auf einem längeren Spaziergang erkunden.

insel brac

Von Split aus sind wir mit dem Katamaran nach Bol auf der Insel Brač gefahren. Die direkte Verbindung ist besonders praktisch für einen Tagesausflug ohne Auto und dauert ungefähr eine Stunde. Wichtig zu wissen: Die saisonale Direktverbindung von Split nach Bol verkehrt nur bis zum 30. September.

Bol ist ein hübscher kleiner Küstenort mit einem schönen Hafen, historischen Steinhäusern und engen Gassen. Rund um den Hafen befinden sich Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Hier kann man gemütlich durch den Ort schlendern, am Wasser entlangspazieren oder einfach das maritime Flair genießen.

Auch das Dominikanerkloster am östlichen Ortsrand ist einen Abstecher wert, dies haben wir aber aus Zeitgründen nicht mehr geschafft.

Das bekannteste Ausflugsziel bei Bol ist allerdings der berühmte Strand Zlatni Rat, auch als Goldenes Horn bekannt. Vom Hafen aus erreicht man ihn zu Fuß über einen schönen Küstenweg, der ungefähr zwei Kilometer lang ist. Der Weg führt erst am Meer und dann direkt oberhalb der Küste entlang und ist von Pinien gesäumt. Unterwegs ergeben sich tolle Ausblicke auf das türkisblaue Wasser und die Küste, in den Strandcafés kann man eine Pause einlegen. 

Der Zlatni Rat ist einer der bekanntesten Strände Kroatiens und ein echtes Naturhighlight. Seine besondere Form erinnert an eine ins Meer ragendes Horn. Der helle Kiesstrand erstreckt sich weit ins Wasser, wobei sich die Spitze je nach Wind, Wellen und Meeresströmungen immer wieder leicht verändert. 

Am Zlatni Rat kann man natürlich wunderbar baden und im klaren Wasser schwimmen. Das Wasser ist wirklich unglaublich schön und man kann an vielen Stellen bis weit in die Tiefe blicken. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, sollte sich aber auch Zeit nehmen, die Umgebung zu erkunden. Entlang des Strandes und durch die Pinien hindurch verlaufen Wege, auf denen man verschiedene Perspektiven auf das Goldene Horn und das Meer bekommt. Auch oberhalb der Küste lässt es sich schön spazieren. Von dort eröffnen sich immer wieder tolle Blicke auf den Strand und das türkisblaue Wasser.

Im Pinienwald gibt es außerdem einige Stände, an denen Essen und Getränke angeboten werden. Wir waren Ende September dort und haben den Strand bereits deutlich ruhiger erlebt. Da der Zlatni Rat so bekannt ist, dürfte es in der Hauptsaison allerdings wesentlich voller werden. Wer es lieber etwas ruhiger mag, sollte deshalb möglichst früh am Tag kommen oder einen Besuch außerhalb der Hochsaison einplanen.

insel hvar

Von Split aus erreicht man Hvar-Stadt bequem mit dem Katamaran. Die Überfahrt dauert ungefähr eine Stunde und eignet sich damit hervorragend für einen Tagesausflug ohne Auto. Die Stadt liegt auf der gleichnamigen Insel und begeistert mit historischen Gebäuden, engen Gassen, einem schönen Hafen und dem türkisblauen Wasser der Adria.

Die Altstadt von Hvar lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Schmale Gassen, alte Steinhäuser und prachtvolle Fassaden prägen das Stadtbild. Im Mittelpunkt steht der Trg svetog Stjepana, der Platz vor der Kathedrale des heiligen Stephan. Er ist von historischen Gebäuden, Cafés und Restaurants umgeben. Besonders sehenswert ist die Kathedrale des heiligen Stephan mit ihrem auffallenden Glockenturm. Auch die angrenzenden historischen Gebäude, darunter die Loggia und der Uhrturm, sind tolle Fotomotive. Wer durch die kleinen Gassen schlendert, entdeckt immer wieder schöne Details und kann die besondere Atmosphäre der Altstadt genießen.

Ein weiteres Highlight ist die Festung Fortica, die oberhalb der Altstadt auf einem Hügel liegt. Schon der Weg hinauf ist richtig schön. Über Treppen und einen gewundenen Weg, vorbei an mediterraner Vegetation, geht es immer weiter bergauf. Oben angekommen, wird man mit einem fantastischen Panoramablick belohnt. Von hier aus sieht man die Dächer der Altstadt, den Hafen, das tiefblaue Meer und die vorgelagerten Inseln. Auch ohne die Festung von innen zu besichtigen, lohnt sich der Aufstieg allein wegen der unglaublich schönen Aussicht.

Auch der Hafen von Hvar ist einen Spaziergang wert. Entlang der Uferpromenade liegen zahlreiche Boote und Yachten, während sich auf der anderen Seite Restaurants, Cafés und schöne historische Fassaden aneinanderreihen. Hier kann man wunderbar flanieren und das maritime Flair genießen.

Besonders schön ist das Franziskanerkloster, das etwas außerhalb des unmittelbaren Zentrums direkt am Wasser liegt. Der Weg dorthin führt entlang der Uferpromenade und bietet schöne Ausblicke auf den Hafen und das Meer. Im Kloster befindet sich außerdem ein hübscher kleiner Garten, der eine angenehme Ruhe ausstrahlt.

Wer nach der Stadtbesichtigung noch Zeit für einen Spaziergang am Meer hat, kann von Hvar aus in beide Richtungen entlang der Küste laufen. In westlicher Richtung erreicht man den Bonj Beach, einen der bekanntesten Strände der Stadt. Er liegt nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt und ist über die palmengesäumte Uferpromenade erreichbar. Rund um den Strand gibt es außerdem Cafés und Restaurants. Der Strand ist ein schöner Ort, um eine Pause einzulegen.

In östlicher Richtung führt ein wunderschöner Küstenweg zum Pokonji Dol Beach. Der Spaziergang verläuft am Wasser entlang und bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf die Adria. Teilweise geht es direkt an der felsigen Küste entlang, teilweise durch schattige Abschnitte mit Pinien. Das türkisblaue Meer ist dabei fast immer im Blick. Allein der Weg ist schon ein Erlebnis und eine schöne Möglichkeit, Hvar abseits der Altstadt zu entdecken.

Der Pokonji Dol Beach besteht aus einer schönen Kiesbucht mit unglaublich klarem Wasser. Besonders reizvoll ist der Blick auf die kleine vorgelagerte Insel mit ihrem Leuchtturm. Am Strand gibt es außerdem ein kleines Café, in dem man eine Pause einlegen kann.

Wer noch weiterlaufen möchte, kann den Spaziergang vom Pokonji Dol Beach aus fortsetzen. Ein Küstenpfad führt durch einen Pinienwald und entlang der felsigen Küste zum Mekićevica-Strand. Der Weg eröffnet immer wieder schöne Blicke auf das Meer. Am Ziel warten kleine, ruhige Kiesbuchten, die sich wunderbar zum Baden und Schnorcheln eignen. In der Nähe befindet sich außerdem das Restaurant Robinson. Für diesen zusätzlichen Abschnitt sollte man genügend Zeit, festes Schuhwerk einplanen.

Ich empfehle, eine frühe Verbindung nach Hvar zu nehmen und erst mit einer späten Fähre zurück nach Split zu fahren. So bleibt genügend Zeit, um die Altstadt zu erkunden, zur Festung hinaufzusteigen und einen der schönen Küstenspaziergänge zu unternehmen. Es gibt wirklich viel zu entdecken.