Kyoto
Kyoto gilt als die vielleicht schönste Stadt in ganz Japan. Als ehemalige Kaiserstadt wartet Kyoto mit unzähligen Tempeln, Schreinen und Gärten, sowie alten Traditionen (z.B. die Geisha-Kultur). Eine Sehenswürdigkeit reiht sich an die nächste und man kann hier wirklich tagelang verbringen. Allerdings ist Kyoto auch touristisch und an den Sehenswürdigkeiten staut es sich oft sehr, deswegen sollte man am besten früh an den jeweiligen Sehenswürdigkeiten sein, oder sich einfach darauf einstellen, dass große Menschenmengen unterwegs sind.
Wir waren nur zwei Tage in Kyoto, haben also nur eine begrenzte Anzahl an Sehenswürdigkeiten gesehen, aber die waren wunderschön und unglaublich beeindruckend.
Der Goldene paVILLON
Der Goldene Pavillon, ursprünglich "Kinkaku-ji" genannt, ist eine der Hauptattraktionen in Kyoto. Der Andrang ist groß – absolut nachvollziehbar, wenn man vor dem beeindruckenden Pavillon steht und das schimmernde Blattgold bewundern kann. Der Tempel liegt nicht im Zentrum; rechnet mit einer Busfahrt von etwa 30 bis 40 Minuten vom Stadtzentrum bzw. rund 50 Minuten vom Bahnhof aus.
Die Tempelanlage ist in einen herrlichen japanischen Garten eingebettet, der Tempel selbst liegt in Mitten eines Teiches.
Im Herbst sind die Bäume in ein unglaubliches strahlendes Rot gefärbt, dazu das Gold des Pavillons - was für ein schönes Bild.
Die Tempelanlage ist relativ schnell abgelaufen, eine Stunde sollte man einplanen.
Fushimi inari-Taisha
Vielleicht DIE berühmteste Sehenswürdigkeit in Kyoto. Der "Fushimi Inari-Taisha" ist ein Shintō-Schrein, der auf einem Berg liegt. Das Besondere an diesem Schrein ist der Weg nach oben: Er ist von tausenden roten Torii-Toren gesäumt, durch die man die ganze Zeit hindurchgeht und so eine ganz besondere Atmosphäre erlebt. Unterwegs hat man immer wieder beeindruckende Aussichten auf die Torii, die Tempelanlage und Kyoto.
Für Auf-, und Abstieg (etwas Kondition ist erforderlich) sollte man gute zwei Stunden, je nach Tempo auch drei Stunden, einplanen.
Der Andrang an diesem Ort ist schon enorm und nimmt natürlich etwas von dieser wunderschönen ruhigen Atmosphäre, deswegen sollte man hier so früh wie möglich da sein.
Kiyomizu-dera-Tempel
Ein weiteres Highlight in Kyoto – besonders im Herbst, wow.
Der “Kiyomizu-dera-Tempel“ ist einer der wichtigsten Tempel der Stadt. Er liegt auf einem Hügel, daher bietet sich ein sagenhafter Blick von dort oben. Die Umgebung des Tempels besteht aus vielen kleinen Straßen mit Souvenirläden (vor allem Keramik), Spezialitäten, Matcha-Cafés und Teehäusern. Wer möchte, findet hier bestimmt einige Mitbringsel für Zuhause.
Beim Betreten des Tempelareals sieht man zunächst die farbenprächtigen Türme des "Zuigu-dō-Tempels" und der "Sanjunoto-Pagode". Dafür ist kein Eintritt nötig; möchte man den Haupttempel "Kiyomizu-dera" betreten, zahlt man 500 Yen. Der Haupttempel grenzt an eine Holzterrasse, von der aus wir im Herbst eine wunderschöne Aussicht auf die bunten Herbstbäume hatten. Auf der Aussichtsplattform folgt man dem Weg und erhält einen tollen Blick auf den Haupttempel selbst.
Auf dem Gelände befinden sich zahlreiche Bauwerke. Besonders schön ist auch die "Koyasu-Pagode", die etwas abseits steht.
Im Café "Chubokuchaya" kann man eine kleine Pause einlegen.
Eine gute Stunde sollte man auf jeden Fall für einen Besuch einplanen und man muss sich auf sehr viele BesucherInnen einstellen.
Der Tempel lässt sich in guten 20 Minuten zu Fuß vom Zentrum erreichen, vom Bahnhof benötigt man 45 Minuten (oder 30 Minuten mit dem Bus).
yasaka-schrein mit Maruyama Park
Der "Yasaka Schrein" befindet sich im Viertel Gion und zählt zu den größten Schreinen Japans. Das rote Haupttor, sowie die wunderschöne "Kagura Halle" stechen hier sofort ins Auge. Besonders beliebt ist diese Tempelanlage abends, wenn sie traumhaft beleuchtet ist.
An die Tempelanlage grenzt der "Maruyama Park", ein traditioneller japanischer Garten mit Brücken und Kirschbäumen. Ein Spaziergang hier lohnt sich.
gion viertel und Zentrum
Das "Gion" Viertel im Zentrum Kyoto ist bekannt für seine traditionellen Holzhäuschen. Restaurants und Bars sind mit Vorhängen verhangen, hier arbeiten Geishas und es herrscht eine ganz eigene Atmosphäre.
Rund um die "Shijo-Dori Street" zweigen viele kleine Gassen voller Läden, traditioneller Häuser und Restaurants ab.
Besonders schön ist die kleine Gasse "Hanamikoji-Dori".
In der "Miyakawa-cho Dori" befinden sich ganz viele typische Holzhäuschen.
Unbedingt solle man auch den Fluss Kamo überqueren. Denn auf der anderen Seite des Ufers liegt die hübsche "Pontocho Alley" mit vielen individuellen Läden, Restaurants und natürlich schönen Holzhäusern.
Die Gegend um die "Kiyamachi-dori" führt an einem kleinen Kanal mit Brücken und Restaurants vorbei.
Wer Lust auf einen Markt mit vielen Spezialitäten hat, sollte dem "Nishiki Markt" einen Besuch abstatten.
kyoto nationalgarten
Der Kyoto Nationalgarten ist einer der wenigeren überlaufenen Plätze in Kyoto. Hier liegt der Kaiserpalast (ist aber von einer Mauer umgeben). Das Schöne ist der herrliche große Park mit alten Bäumen, Alleen, einem Schrein und dem kleinen Kujõ-Teich.
Wer Ruhe und Erholung sucht, sollte den Nationalgarten auf jeden Fall besuchen.
Nur einen 20 minütigen Spaziergang von hier entfernt liegt die Burg Nijõ, welche auch eine beliebte Sehenswürdigkeit ist (wir haben die Burg allerdings nicht besucht).
Fluss kamo
Ein toller Spaziergang lässt sich am Kamo Ufer unternehmen. Besonders schön ist die Gegend rund um das "Kamogawa Delta".
Wer zentraler bleiben möchte, geht am besten unterhalb der "Shijo-Ohashi Brücke" am Ufer spazieren.
kyoto Bahnhof
Der Kyoto Bahnhof ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern auch ein architektonisches Highlight.
Besonders der Skywalk und die Dachterrasse bieten einen tollen Ausblick. Zudem gibt es am Bahnhof eine Einkaufspassage mit vielen Geschäften und Essensständen.