Das Bäderdreieck
Das Westböhmische Bäderdreieck besteht aus den Städten Karlsbad, Marienbad und Franzensbad und ist bekannt für das sogenannte Heilwasser. Die Städte gehören zum UNECSO-Weltkulturerbe "Bedeutende Kurstädte Europas".
Die Städte liegen unweit der deutschen Grenze und sind daher gut von Deutschland erreichbar. Ein Besuch im Bäderdreieck kann auch wunderbar mit einem Besuch im Egertal verbunden werden.
Wir haben das Egertal erkundet und die Städte Karlsbad und Marienbad besucht. Franzensbad kann ich euch daher leider (noch) nicht vorstellen.
Karlsbad
Karlsbad, die größte der drei Bäderstädte, bietet edle Gebäude, wunderschöne Kolonnaden (Säulengänge), Cafés und Restaurants, eine Spazierpromenade, einen Fluss, eine herrliche Landschaft und natürlich zahlreiche Heilquellen.
1. Einkaufspromenade
Rund um die Straße "T.G.Masaryka" erstrecken sich Cafés, Restaurants, Bars und Geschäfte. Wir hatten hier gleich unsere Unterkunft, waren Kaffee trinken und haben die berühmten Karlsbader Oblaten probiert. Wer ein bisschen abseits der touristischen Attraktionen unterwegs sein will, ist hier richtig.
2. Am Fluss entlang - Das Zentrum
Der Fluss Teplá erstreckt sich durch ganz Karlsbad, an der Flusspromenade reihen sich die schönsten Prunkhäuser und Kolonnaden aneinander. Karlsbad besitzt kein geschlossenes Zentrum, der Mittelpunkt spielt sich entlang des Flussufers ab. Auf zahlreichen Brücken lassen sich tolle Ausblicke auf den Fluss genießen und man kann immer wieder die Uferseite wechseln. "Lázeñská" ist eine besonders prunkvolle Straße, durch die man unbedingt schlendern sollte. Parallel dazu befindet sich auf der anderen Uferseite die etwas hoch gelegene Marien-Magdalenenkirche.
Folgt man dem Fluss immer weiter, vorbei an Kolonnaden und Prachtbauten, befindet man sich dann vor dem wunderschönen Kaiserbad. Etwas dahinter liegt die kleine Kirche St. Peter und Paul.
3. Die Kolonnaden
Kolonnaden sind prachtvolle Säulengänge. Davon gibt es in Karlsbad jede Menge. In diesen Kolonnaden befinden sich die Heilquellen. Herrliche Verschnörkelungen und Verzierungen schmücken die Bögen. Entlang des Flusses und des Zentrums reihen sich die Kolonnaden aneinander.
Folgende Kolonnaden können besucht werden:
Parkkolonnade
Mühlbrunnkolonnade
Marktkolonnade
Sprudelkolonnade
Alle Kolonnaden sind einen Besuch wert und lassen sich auf einem Spaziergang durch Karlsbad wunderbar miteinander verbinden. Ich persönlich fand die Mühlbrunnenkolonnade am schönsten, davor befindet sich ein malerischer Platz, von welchem man eine tolle Sicht auf den Fluss hat.
4. Ein Stadtspaziergang
Einen Spaziergang startet man am besten bei der Parkkolonnade, geht von dort immer am Fluss entlang zur Mühlbrunnenkolonnade, macht einen Abstecher auf die "Lázeñská", geht weiter zur Marktkolonnade, folgt dem Fluss Richtung Kaiserbad und der St.Peter und Paul Kirche. Dort dreht man dann wieder um, und geht nun auf der gegenüberliegenden Uferseite zurück. Der Spaziergang führt zur Sprudelkolonnade. Hier kann man verschiedenstes Heilwasser probieren, eine Heilquelle schießt sprudelnd aus dem Boden empor, was cool anzusehen ist. Jetzt stattet man der Marien-Magdalenenkirche noch einen Besuch ab.
5. Die Heilquellen und Oblaten
In Karlsbad gibt es 14 verschiedene Heilquellen, welchen unterschiedlichste Wirkungsweisen zugeschrieben sind. In ganz Karlsbad sind diese Quellen verteilt, man darf sich das frische Heilwasser abfüllen und trinken. Die meisten machen dies mit einer Schnabeltasse.
Wir haben uns diese an einem Stand an der Flusspromenade gekauft und sind dann mit unserer Tasse durch die Stadt und haben das Heilwasser probiert. Der Geschmack ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.
Die Bäderregion ist zudem bekannt für Oblaten. An den vielen Ständen kauft man frische und warme Oblaten mit verschiedenen Geschmacksrichtungen (der Originalgeschmack ist Zucker, es gibt aber ganz viele verschiedene Sorten). Für zu Hause kann man dann Oblaten in großen Schachteln kaufen.
6. Ausflüge in die Umgebung
Die Umgebung rund um Karlsbad bietet eine Menge Ausflugsziele: die anderen beiden Bäderstädte Marienbad (siehe unten) und Franzensbad (habe ich leider noch nicht besucht), die entspannte Stadt Eger, die Natur des Egertals, oder der kleine bildschöne Ort Loket.
7. Café Empfehlungen
Kavárna Lékárna by City Roasters (leckeres Frühstück und eigener Kaffee)
Republica coffee (guter Kaffee)
Raposa Coffee Roastery (eigene Rösterei in coolem Ambiente)
Špunt&Knoflik Company (coole Bar)
marienbad
Marienbad ist kleiner als Karlsbad, aber auch hier spielen die Heilquellen eine große Rolle. Was mich allerdings noch mehr fasziniert hat, ist die Natur, die Marienbad umgibt, bzw. Marienbad besteht hauptsächlich aus Parks und Grünanlagen, was eine ganz besondere Stimmung verbreitet. Marienbad besitzt aber kein wirkliches Zentrum, ist also ein sehr überraschender und beeindruckender Ort.
1. Auschowitzpark (Ušovice) mit Rudolfquelle und Ferdinadquelle
Was für ein herrlicher Park, weit und voller schöner Bäume. Da wir im Oktober in Marienbad waren, konnten wir dort schon die Herbstfarben genießen. Die "Rudolquelle" ist etwas renovierungsbedürftig, aber da ein schöner Spaziergang zu ihr führt, lohnt sie sich trotzdem. Von dort geht es dann über tolle Spazierwege zur "Ferdinandquelle" mit dazugehöriger Kolonnade.
2. Singende Fontäne und Hauptkolonnade
Die "Singende Fontäne" ist ein wunderschöner Springbrunnen, dessen Wasser in den verschiedensten Formen heraussprudelt und sich immer wieder ändert. Dazu spielt der Brunnen zu jeder ungeraden Stunde eine Melodie (ab 7 Uhr bis 21 Uhr, 22 Uhr spielt er ebenfalls mit einer Lichtinstallation, Betriebszeit Ende April bis Ende Oktober).
Direkt neben der "Singenden Fontäne" befindet sich die beeindruckende "Hauptkolonnade", voller toller Bemalungen und Verschnörkelungen. Hier sind kleine Läden und Cafés untergebracht. Vom Vorplatz hat man einen tollen Blick auf die Kolonnade. Am Ende der Kolonnade kann man im "Quellpavillon" verschiedenstes Heilwasser probieren.
3. Gothebrunnen und Mariä Himmelfahrt Kirche
Der "Gothebrunnen" liegt nur ein paar Gehminuten von der "Hauptkolonnade" entfernt und ist natürlich nach Johann Wolfgang von Goethe benannt, welcher eine enge Verbindung zu Marienbad hatte. Ein toller Platz, welcher von wunderschönen Häusern umrahmt ist und einen guten Ausblick auf die Mariä Himmelfahrt Kirche bietet. Die Kirche selbst ist auch einen Besuch wert.
4. Hauptstraße Hlavní
Marienbad besitzt zwar kein richtiges Zentrum, die Straße "Hlavni" kann aber durchaus als Hauptstraße bezeichnet werden, mit schönen Häusern und Restaurants.
5. Ein Stadtspaziergang
Am besten startet der Spaziergang im Park "Ušovice", von dort zur Rudolfsquelle und dann zur Ferdinandquelle gehen. Über den Park weiter zur Hauptstraße "Hlavní", dort entweder im Park oder an der Straße gehen. Nun die "Singende Fontäne" und die "Hauptkolonnade" besuchen und dann hinterhalb des Quellpavillons Stufen nach oben nehmen, und von dort zum "Gothebrunnen" und der Mariä Himmelfahrt-Kirche schlendern.
6. Ausflüge in die Umgebung
Die Umgebung rund um Marienbad bietet eine Menge Ausflugsziele: die anderen beiden Bäderstädte Karlsbad (siehe oben) und Franzensbad (habe ich leider noch nicht besucht), die entspannte Stadt Eger, die Natur des Egertals, oder der kleine bildschöne Ort Loket.