Südschottland

Südschottland wird von vielen Reisenden übersehen, die Meisten sind eher auf dem Weg Richtung Norden. Aber Südschottland ist wahnsinnig beeindruckend: eine herrliche Hügellandschaft, sattes Grün, sanfte Täler und eine unglaublich schöne Küste. Zu Südschottland werden die Regionen "The Borders", "Dumfries & Galloway", "Ayrshire" und die Insel "Arran" gezählt. Wir sind einen Teil der "South Coastal 300" gefahren, haben die Halbinsel "Rhins of Galloway" erkundet und unsere Heimreise hat uns über die "Borders"-Region geführt.

Hier zeige ich euch unsere Highlights in Südschottland. 

South coastal 300

1. South Coastal 300

2. Kirkcudbright

3. Strände

Rhins of Galloway

1. Mull of Galloway

2. Port Logan

3. Killantringan Lighthouse

4. Portpatrick

Borders

south Coastal 300

1. South Coastal 300

Die Route "South Coastal 300" ist die kleine, unbekanntere Schwester der im Norden gelegenen Route NC 500.

Burgen, Strände, kleine Dörfer, Hügel und Täler, Küste und Wiesen zeichnen diese Route aus. 

Wir haben unsere Schottlandreise an der Küste vor der Meeresbucht "Solway Firth" gestartet. Sanfte Hügel, Sandstrand und Dünen sind besonders typisch für diesen Meeresabschnitt. An der Küste entlang sind wir in das Örtchen "Kirkcudbright" gefahren. und haben einen Halt eingelegt. Von dort  haben wir dann die SC 300 etwas abgekürzt und sind über die Straßen A755 und A75 direkt auf die Halbinsel "Rhins of Galloway"

Eine andere Möglichkeit ist, entlang der "Wigtown Bay" auf der B7063 und A747 zu fahren. Hier verläuft die offizielle Route der SC 300 und ist mit Sicherheit herrlich schön. Aus Zeitgründen haben wir uns aber für eine Abkürzung entschieden.

Die genaue Route auf der "Rhins of Galloway" stelle ich euch später vor. 

Die SC 300 verläuft dann auf der A77 immer entlang der Küste bis nach Ayr. Traumhafte Aussichten befinden sich auf dieser Strecke, und am liebsten möchte man überall stehenbleiben und diese Anblicke genießen. Die Küste und das Meer sind hier einfach so schön.

Von Ayr führt die SC 300  wieder ins Landesinnere und über die  A70 und A76 bis nach Dumfries. 

Wir haben die SC 300 aber in Ayr verlassen und sind Richtung Loch Lomond gefahren. 

 

2. Kirkcudbright

In Kirkcudbright stehen einige wirklich süße Häuser, ein Spaziergang durch die "St Mary Street", "St Cuthbert Street" und die angrenzenden Gassen lohnt sich. Auffallend ist das "MacLellan`s Castle", welches in der Ortsmitte steht. 

Auch der kleine Hafen mit vielen Fischerbooten und die Gegend um den Fluss "Dee" sind empfehlenswert. Der "Dee Walk" führt am Ufer des Flusses vorbei.

 

 

3. Strände 

Die SC 300, die  an der Küste zwischen Stranraer und Ayr entlangführt, bietet unglaublich schöne Aussichten auf das Meer. Hier liegen auch einige traumhafte Strände. Ein Zwischenhalt sollte also unbedingt mit eingeplant werden. Besonders schön ist dabei die Gegend rund um Ballantrae und Girvan, sowie der Leuchtturm "Turnberry Lighthouse" und "Maidens Beach". Auch Dunure mit dem "Dunure Castle", den Booten, Fischerhäuschen und der Küste fand ich toll. 

Rhins of Galloway

Über Stranraer sind wir auf die Halbinsel "Rhins of Galloway" gefahren. Auf der A716 verläuft hier die SC 300 wunderschön an der Küste entlang. Wie herrlich es hier ist. Unser erster Halt war die Bucht "Drumantrae Bay" kurz vor dem kleinen Ort Ardwell. Wiese, Strand und Meer, ein bisschen entlangspazieren, die frische Luft und das Meeresrauschen genießen.

Die A716 schlängelt sich dann ihren Weg weiter an der Küste entlang, sie wird immer enger und zu einer Single Track Road. Diese Art der Straße kommt in Großbritannien relativ oft vor und ist nur breit genug für ein Fahrzeug ist. In regelmäßigen Abständen gibt es sogenannte Ausweichstellen, an denen dann ein Auto warten kann, um ein anderes vorbeizulassen. 

1.Mull of Galloway

Die A716 wird dann zur B7041 und führt zum südlichsten Punkt der Insel. Zwischen Meer, Küste, Wiesen und Kuhweiden verläuft die Straße und Traumblicke sind garantiert. Teilweise hatte ich das Gefühl, ich wäre eher in Irland. Einen Halt solltet ihr unbedingt am Strand "East Tarbet Bay" machen. Dieser ist sowohl von oben als auch von unten wunderschön.

Weiter gehts, an Kühen vorbei, bis die Straße dann am südlichsten Punkt Schottlands endet: am Leuchtturm "Mull of Galloway".

Ein Weg führt direkt an der Küste und am Leuchtturm entlang, dabei hat man wirklich spektakuläre Aussichten auf die Steilküste der Halbinsel. Der Küstenweg passiert verschiedene Aussichtspunkte und auch der Gang hinunter zum Fog Horn ist zu empfehlen. Hier steht man dann direkt an der Klippe, mit Blick auf das Wasser und die  verschiedensten Vögel. 

Besonders schön war, dass bei uns die Heide geblüht hat. Das leuchtende Lila der Heide und der Leuchtturm haben ein tolles Bild ergeben.  

Eine Pause kann man im Café "Gallie Craig Coffee House" einlegen, dort wird Kaffee und Kuchen serviert und man hat einen fantastische Sicht auf die Küste. 

Die Gegend rund um den Mull of Galloway ist ein wahrer Traumort.

2. Port Logan 

Über die Single Track Road geht es  wieder zurück. Von dort verläuft dann die B7065 durch herrliche Landschaft zum kleinen Ort Port Logan. Vereinzelte Häuschen, ein Sandstrand, grüne Küste und ein Leuchtturm machen dieses Bild hier perfekt, Eine Pause oder ein Spaziergang bieten sich bestens an. 

3. Killantringan Lighthouse

Die Straße B7065 führt dann über Alleen durch das Landesinnere. Wir haben den Weg zum "Killantringan Lighthouse" gewählt. Auf einer einsamen Single Track Road führt der schmale Weg direkt zum Leuchtturm, Der Leuchtturm ist hier allerdings gar nicht das Spannendste, vielmehr ist es die unglaubliche Landschaft und die wunderschönen Klippen. Der Wanderweg "Southern Upland Way" führt an der Küste entlang. 

4. Portpatrick  

Nur ein paar Fahrminuten von "Killantringan Lighthouse" liegt der Fischerort Portpatrick. So ein pittoresker Ort!

Süße Häuser, ein Leuchtturm, eine Bucht und Fischerboote, einfach ein Bilderbuch-Anblick. Am besten parkt man am Leuchtturm und spaziert von dort dann an der Bucht und der kleinen Promenade entlang bis zum gegenüberliegenden Hafen.

Wer noch weiter gehen möchte, kann die Klippen rund um das "Princess Victoria Ship Memorial" erkunden. Die Klippen sind richtig schwarz und haben eine interessante Form und Beschaffenheit.

Absolut empfehlen kann ich einen Spaziergang auf dem "Southern Upland Way" an der Küste entlang. Wer dafür keine Zeit hat, sollte aber wenigstens die Treppenstufen hoch zur Küste auf den "Southern Upland Way" nehmen, denn der Ausblick ist einfach herrlich. 

Der "Southern Upland Way" führt auf einem wunderschönen Weg in zwei Stunden an der Küste entlang bis zum "Killantringan Lighthouse", eine wirklich traumhafte Küstenwanderung. 

Ein ebenfalls toller Küstenweg führt auf der gegenüberliegenden Seite, also beim Leuchtturm, hoch hinauf bis zum  "Dunskey Castle". Das ist eine Burgruine, die herrliche Ausblicke auf das Meer bietet. 

borders

Wir haben die Region "Borders" nicht aktiv besucht, sind aber bei unserer Heimfahrt durch diese Region gefahren, und es hat uns dort so gut gefallen, dass wir hier unbedingt zurückkommen wollen. Sanfte Hügel, eine wunderschöne Landschaft, kleine süße Ortschaften und alte Klosterruinen zeichnen dieses Gebiet aus. Ich kann (noch) keine konkreten Tipps geben, aber wer auf der Suche nach einer bildschönen Landschaft und einer interessanten Kultur ist, ist hier richtig. Außerdem sind die "Borders" touristisch nicht überlaufen und von Edinburgh und England schnell zu erreichen.