Tarifa
Tarifa ist die südlichste Stadt Europas und hat mich mit herrlichen Stränden, einer tollen Altstadt und einer wunderbar entspannten Atmosphäre begeistert. Wer kilometerlange Sandstrände, verwinkelte Gassen, wunderschöne Küstenlandschaften und vielfältige Wassersport-Aktivitäten, (Tarifa ist Die Hochburg für Kitesurfen) sucht, wird Tarifa lieben.
die Altstadt
Die Altstadt Tarifas ist von einer Stadtmauer umschlossen. Ein Wirrwarr aus Gassen und kleinen Plätzen wartet darauf, entdeckt zu werden. Am schönsten ist es, sich einfach treiben zu lassen und die besondere Atmosphäre der Altstadt auf sich wirken zu lassen.
Durch das Tor "Puerta de Jerez" betritt man die Altstadt. Es ist eines der wenigen erhaltenen Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung.
Mitten in der Altstadt befindet sich die "Iglesia de San Mateo", die wichtigste Kirche der Stadt. Sie wurde auf den Überresten einer ehemaligen Moschee errichtet und vereint verschiedene Baustile, darunter Gotik, Renaissance und Barock. Ein Blick ins Innere lohnt sich auf jeden Fall.
Ein weiterer schöner Ort ist die "Plaza de Santa María". Der kleine Platz lädt zum Verweilen ein und wird von einem auffälligen Brunnen mit einer Froschfigur geschmückt, der sofort ins Auge fällt.
Das Schönste in Tarifas Altstadt sind jedoch die engen Gassen, kleinen Hinterhöfe , weiße Häuserfassaden, farbenfrohe Blumen, kleine Boutiquen, süße Cafés und Bars. Das alles verleiht der Altstadt einen wirklich ganz besonderen Charakter. Hier muss man einfach herumspazieren.
Besonders gut hat mir dabei der "Plaza San Hisico" und "Plaza la Paz" gefallen, sowie die "Calle Sancho IV el Bravo", "Calle de la Luz", "Calle Peñita" und "Calle San Francisco".
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Festung "Castillo de Guzmán el Bueno". Die Festung thront bis heute über der Küste. Von den Mauern bietet sich ein fantastischer Blick auf das Meer, die Altstadt und die nur ein paar Kilometer entfernte Küste Marokkos.
DIE BESONDERE LAGE tarifas
Tarifa besitzt eine ganz besondere geografische Lage:
Die Stadt liegt sowohl am Atlantischen Ozean als auch am Mittelmeer. Schaut man zur einen Seite, blickt man auf den Atlantik, schaut man zu anderen Seite, blickt man auf das Mittelmeer, wie spannend. Gleichzeitig liegt die Stadt direkt an der Straße von Gibraltar, der Meerenge zwischen Europa und Afrika. Von Tarifa sind es nur etwa 14 Kilometer bis zur marokkanischen Küste. An klaren Tagen kann man die Berge Nordafrikas mit bloßem Auge sehen. Dieses Gefühl, auf einen anderen Kontinent zu blicken, hat mich besonders faszinierend.
Auf dem "Calle Segismundo Moret", am Panoramapunkt "Frontera Mar Mediterráneo", kann man wunderbar auf beide Meere blicken.
Einen besonders schönen Ausblick auf Afrika und die Küste Marokkos bietet der Hafendamm Punta del Santo. Wer dem langen Steg bis ganz nach vorne folgt, wird mit einer einzigartigen Aussicht belohnt. Während Angler auf ihren Fang warten und der Wind kräftig um die Ohren weht, scheint Afrika zum Greifen nah. Ich war früh am Morgen dort und durfte einen herrlichen Sonnenaufgang erleben, der diesen Ort für mich zu einem echten Highlight gemacht hat.
die beste Aussicht
In Tarifa sollte man einen Ausblick vom "Mirador de Tarifa" nicht verpassen, er bietet einen wunderbaren Blick auf die Altstadt, den Hafen und die umliegende Küstenlandschaft.
Der "El Mirador de África", befindet sich in der Nähe des oben beschriebenen Hafendamms Punta del Santo. Hier erwartet einen ein weiter Blick über das Meer bis hin zur afrikanischen Küste.
STRÄNDE IN tarifa
Die Strände von Tarifa sind einfach beeindruckend: Kilometerlange Sandstrände, türkisblaues Wasser und die beeindruckende Kulisse der afrikanischen Küste haben mich absolut begeistert.
Der Playa Chica ist der kleine Stadtstrand von Tarifa und liegt direkt am Übergang zur Straße von Gibraltar. Durch seine Lage an der Altstadt lässt sich der Playa Chica ideal in einen Spaziergang durch Tarifa integrieren. Die Lage ist natürlich herrlich, direkt gegenüber liegt Afrika.
Der Playa de Los Lances erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Küste und begeistert mit feinem Sand und viel Weite. KitesurferInnen und WindsurferInnen prägen hier das Bild. Durch die enorme Breite des Strandes verteilt sich alles angenehm, sodass er nie überfüllt wirkt. Ein Spaziergang entlang des Wassers, mit dem offenen Atlantik vor sich, ist wunderschön.
Zahlreiche Strandbars laden dazu ein, bei einem Getränk auf das Meer zu schauen und zu genießen.
Direkt am Playa de Los Lances liegt das Naturschutzgebiet Paraje Natural Playa de Los Lances. Dies erstreckt sich entlang der Küste zwischen Tarifa und der Düne von Valdevaqueros und ist ein bedeutender Lebensraum für viele Vogelarten. Hier spaziert man auf einem langen Holzsteg entlang. Auf der einen Seite befindet sich der lange Sandstrand, das Meer, die KitesurferInnen und auf der anderen Seite das unberührte Naturschutzgebiet und man selbst zwischendrin, das hat mir besonders gut gefallen.
küstenWanderung IM Parque Natural del Estrecho
Rund um Tarifa erstreckt sich der Nationalpark Parque Natural del Estrecho. Das Schutzgebiet umfasst die Küstenlandschaft entlang der Straße von Gibraltar: Steile Küsten, traumhafte Aussichten auf das Meer und duftende Macchia, wunderbar! Der Park bietet zahlreiche Wanderwege und das Tolle: Der Nationalpark beginnt praktisch vor den Toren der Stadt und ist von Tarifa aus bequem zu Fuß erreichbar. So lassen sich Wanderungen und Spaziergänge direkt im Zentrum starten.
Ich selbst war auf dem Sendero Europeo Arco Mediterráneo unterwegs, einem Teil des berühmten Fernwanderwegs GR-92. Der Weg verläuft in diesem Abschnitt spektakulär entlang der Küste und bietet immer wieder beeindruckende Ausblicke. Die Route führt vorbei an einsamen Stränden, weitläufigen Dünenlandschaften, steilen Klippen und zahlreichen Aussichtspunkten. Während man den schmalen Küstenpfaden folgt, schweift der Blick über den Atlantik und das Mittelmeer bis hin zur Küste Afrikas.