Danzig

Ein Trip nach Danzig ist perfekt für alle, die historisches Flair, Wasser, entspannte Spaziergänge sowie gemütliche Cafés und Bars miteinander verbinden möchten.  Danzig hat mich komplett überrascht: prachtvolle Häuserfassaden, beeindruckende Bauwerke und dazu die einzigartige Lage direkt am Fluss verleihen Danzig eine ganz besondere Atmosphäre. 

Die Rechtstadt

Die Altstadt

An der Mottlau entlang

Museum des Zweiten Weltkriegs

Aussicht am Hagelsberg

oliwski park

Am Meer

Die Rechtstadt

Die Rechtstadt gehört zu den prachtvollsten und bekanntesten Vierteln Danzigs und bildet das historische Zentrum der Stadt. . Hier befinden sich die berühmtesten Sehenswürdigkeiten, wunderschöne Häuser, zahlreiche Cafés, Restaurants und kleine Boutiquen.

Durch das Langgasser Tor betritt man die Rechtsstadt und spaziert über die Langgasse "Ulica Długa" vorbei an herrlichen Hausfassaden zum Langen Markt "Długi Targ", wo sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten aneinanderreihen.

Mitten auf dem Langen Markt steht der berühmte Neptunbrunnen, das wohl bekannteste Wahrzeichen Danzigs. Die Statue des Meeresgottes symbolisiert die enge Verbindung der Stadt zum Handel und zur Ostsee. Besonders abends, wenn der Brunnen beleuchtet wird, entsteht eine wunderschöne Atmosphäre. Direkt daneben befindet sich das Rechtstädtische Rathaus. Der Turm ragt imposant nach oben und kann bestiegen werden. Die Aussicht über die Dächer Danzigs ist toll. Am Langen Markt reihen sich die Häuser mit Prachtfassaden, hier muss man wirklich genau schauen, sich Zeit nehmen und Details entdecken. 

Die Marienkirche sticht ebenfalls sofort ins Auge, sie gehört zu den größten Backsteinkirchen der Welt und ist ein absolutes Muss bei einem Besuch in Danzig.

Hinter der Marienkirche liegt ein weiteres beeindruckendes Gebäude: Die Königliche Kapelle "Kaplica Królewska", davor befindet sich der Brunnen der vier Viertel "Fontanna Czterech Kwartałów", welcher aus vier Bronzefarbenen Löwen besteht. Der Blick auf den Brunnen, die prunkvolle Kapelle und die Marienkirche ist unglaublich schön. 

Am besten lässt man sich durch die kleinen Gassen der Rechtstadt einfach treiben. Nicht verpassen sollte man dabei die Straße "Ulica Mariacka", hier kamen in mir Edinburgh-Gefühle auf, die Häuser haben mich stark daran erinnert, einfach wunderschön. Eine Pause kann man dabei in den vielen Cafés einlegen. 

Die Straßen der Rechtstadt führen immer wieder durch eindrucksvolle Stadttore direkt hinunter zum Wasser

Die Altstadt

Die Altstadt von Danzig wird von vielen Besuchern oft mit der berühmten Rechtstadt gleichgesetzt, liegt jedoch tatsächlich direkt davor. Hier geht es deutlich ruhiger zu, und die zahlreichen Backsteingebäude laden zu entspannten Spaziergängen abseits der großen Touristenströme ein.

Besonders sehenswert ist die Gegend rund um die Große Mühle "Wielki Młyn", ein imposantes Backsteingebäude direkt am Radaunekanal. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem die historische "Dwór Cechu" Mühle. Von der Brücke "Most Miłości" eröffnet sich ein besonders schöner Blick auf die Umgebung. Direkt daneben lädt der "Skwer Heweliusza"- Park zu einer kurzen Pause im Grünen ein.

Auch die Katharinenkirche und die Brigittenkirche gehören zu den markanten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Beide Kirchen liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und sind auch im Inneren unbedingt einen Besuch wert.

Ein weiteres architektonisches Highlight ist der Hauptbahnhof von Danzig. Besonders ins Auge fällt sein hoher Turm mit der reich verzierten Fassade, der eher an ein Rathaus oder eine Burg erinnert. Die rote Backsteinarchitektur fügt sich perfekt in das historische Stadtbild der Altstadt ein. 

an der Mottlau entlang

Ein absolutes Highlight in Danzig ist ein Spaziergang entlang der Mottlau. Die historischen Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, Boote ziehen gemächlich vorbei und die vielen Brücken verleihen der Stadt eine maritime Stimmung. Besonders schön ist es, auf beiden Uferseiten entlangzuschlendern, denn die Perspektiven auf die gegenüberliegenden Fassaden und die Altstadt verändern sich ständig und bieten immer wieder neue Fotomotive.

Entlang des Flusses warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten und schöne Plätze. Das berühmte Krantor, einst der größte Hafenkran Europas, gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Besonders toll ist die Gegend rund um das „Nabrzeże Motławy“ mit ihrer Uferpromenade auf Holzstegen. Von der Fußgängerbrücke „Kładka Grzegorza“ bietet sich ein wunderbarer Blick über das Wasser. 

Auch die kleine Insel "Ołowianka" sollte man nicht verpassen. Rund um die Philharmonie laden Bänke direkt am Wasser zum Verweilen ein, ein herrlicher Ort, um das maritime Flair Danzigs zu genießen. Von der Ołowianka-Brücke eröffnet sich ebenfalls ein wunderschöner Ausblick auf die Stadt. Sehr gefallen hat mir außerdem die Gegend rund um die Wapienniczy-Brücke. Hier befindet sich ein moderner Gebäudekomplex mit Cafés und Restaurants. Am Ufer lässt es sich entspannen und auf das Wasser schauen. 

Museum des Zweiten Weltkriegs

Das wichtigste Museum in Danzig ist wohl das Museum des Zweiten Weltkriegs, welches den Weltkrieg aus Sicht der polnischen Bevölkerung zeigt. Der Bau selbst ist beeindruckend. Das Innere ist bedrückend,  Ein Großteil der Ausstellung befindet sich unter der Erde, als symbolischer Abstieg in das dunkelsten Kapitel Europas. Gezeigt werden drei Themenbereiche:  „Weg in den Krieg“, „Kriegsterror“ und „der lange Schatten des Krieges“. Zahlreiche multimediale Installationen machen die Geschichte besonders eindrucksvoll und greifbar. Für einen Besuch sollte man ausreichend Zeit einplanen, denn das Museum bewegt und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Aussicht am Hagelsberg

Nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt liegt der Hagelsberg, der als eine Art Hausberg Danzigs gilt. Hoch über der Stadt gelegen, eröffnet er einen weiten Blick über die Altstadt, die Werft und die umliegende Landschaft. Der Aufstieg ist dabei angenehm kurz und ohne große Anstrengung zu bewältigen, ideal also für einen kurzen Abstecher oder einen entspannten Spaziergang mit Aussicht.

oliwski park

Der Oliwski Park im Stadtteil Oliwa ist eine grüne Oase und einer der schönsten Parks in Danzig. Zwischen alten Bäumen, Teichen und gepflegten Gartenanlagen lässt es sich wunderbar spazieren und entspannen. Besonders interessant ist die Mischung aus französischem und englischem Gartenstil. 

Direkt am Park liegt auch die beeindruckende Kathedrale von Oliwa. Der Oliwski Park ist damit ein perfekter Ort, um eine Pause vom Stadttrubel einzulegen und Danzig von seiner ruhigen, grünen Seite zu erleben. Vom Bahnhof fährt man 30 Minuten zum Park. Ein Parkbesuch kann auch mit einem Ausflug ans Meer verbunden werden, hierfür fährt man 10 Minuten mit dem Bus. 

Am Meer

Danzig liegt direkt an der Ostsee, so lässt sich Stadt und Strand also perfekt verbinden. Dies würde ich auch auf jeden Fall bei einem Besuch in Danzig empfehlen, denn nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt beginnen lange, feinsandige Strände, die wirklich schön sind. Die Strände ziehen sich bis nach Sopot und Gdynia.

Wir sind dafür mit der Tram 3 in 25 Minuten bis nach "Brzezno Dom Zdrojowy" gefahren und waren dann direkt am Strand "Plaza Brzezno". Von hier sind wir herrlich im Sand spaziert. Eine große Empfehlung ist der Holzpier "Mole Brösen", dort kann man sich einfach auf den langen Holzsteg setzen und auf das Meer blicken. Hier entspannen und sonnen sich alle, eine wirklich tolle Atmosphäre. Von dort kann man so lange spazieren, wie es gefällt. Die zahlreichen Strandbars laden zu einer Pause ein.