Tokio

Tokio ist die größte und bevölkerungsreichste Stadt der Welt. Als klar war, dass ich nach Japan reisen werde, und mir bewusst wurde, wie groß Tokio ist, dachte ich, dass mich die Stadt sicher erschlagen wird.

Hat sie aber nicht, denn ich habe Tokio als Stadt der Gegensätze wahrgenommen. Unglaublich groß und dafür aber überraschend ruhig, extrem modern und trotzdem sehr traditionell, sehr geschäftig und trotzdem entspannt ... 

Einfach absolut spannend und facettenreich, es lohnt sich, auf einer Japan-Reise wirklich ausreichend Zeit für Tokio einzuplanen.

Ich empfehle mindestens fünf Tage, besser mehr. 

 

Wenn man nach Sehenswürdigkeiten recherchiert, wird man erstmal überfordert sein von all den Sachen, die man anschauen kann. Trotzdem lässt sich Tokio relativ gut in Viertel unterteilen und daher ist es gar nicht mehr so schwer, einen Überblick zu bekommen. 

 

Im folgenden möchte ich euch all unsere Highlights vorstellen. Natürlich haben wir viele klassische Ziele besucht (und das ist auch einfach ein Muss in Tokio), trotzdem haben wir auch einige, nicht ganz so bekannte Ziele angesteuert. 

Klassische Sehenswürdigkeiten

1. Meiji Schrein

2. Sensoji Tempel

3. Der Kaiserpalast

Touristisches Zentrum - Asakusa

Vergnügungsviertel

1. Shibuya

2. Shinjuku

3. Akihabara

Einkaufsviertel

1. Ginza

2. Harajuku und Omotesandõ

3. Roppongi

Viertel abseits touristischer Pfade

1. Shimokitazawa

2. Daikanyamacho

3. Nakameguro

4. Takanawa

5. Odaiba

6. Yanaka Ginza

Aussichtspunkte

1. Tokyo Tower

2. Dachgarten "Luftbaum" im Takanawa Newoman Einkaufszentrum

3. Aussicht auf Tokios Skyline und die Rainbowbridge

 

Grünanlagen

1. Kaiserpalast

2. "Hamaikyū Garten" in Ginza

3. Rikugi-en Garten 

Routenvorschläge

Klassische Sehenswürdigkeiten

1. Meiji Schrein

 

Kommen wir gleich mal zu meiner vielleicht liebsten Sehenswürdigkeit in Tokio: dem Meiji Schrein. Das ist der älteste Shintō-Schrein in Tokio und ein Besuch dort sollte unbedingt eingeplant werden. 

Der Schrein ist Kaiser Meiji gewidmet und bekannt für sein riesiges Torii

Von der Metrostation "Harajuku" geht man nun durch einen herrlich angelegten Wald mit uralten, zahlreichen Bäumen. Hier hat man das Gefühl, man befände sich weit weg von der Großstadt, so ruhig ist es hier. Auf dem Weg entlang gelangt man zunächst zu einer Wand voller Sake-Fässer

Kurz darauf erreicht man die beeindruckenden hölzernen Torii (Eingangstor eines Schreins). Hierbei handelt es sich um das höchste Torii in Tokio und das höchste hölzerne Torii in ganz Japan, sehr beeindruckend.

In wenigen Metern gelangt man dann zum Schrein, einem ganz heiligen und besonderen Ort. Auffallend schön sind auch zwei Bäume, welche durch ein heiliges Strohseil miteinander verbunden sind und deshalb wie ein Liebespaar ausschauen und für tiefe, ewige Verbindung und Liebe stehen. Von unten in die Baumkrone zu schauen, und diesen besonderen Ort zu genießen, ist zu schön. 

Wir haben den Schrein frühmorgens besucht, es war noch nichts los uns wir konnten haben so die ganz besondere und ruhige Atmosphäre wahrgenommen. Natürlich ist der Schrein aber bei TouristInnen beliebt und es kann sehr voll werden, sodass dann wahrscheinlich diese besondere Stimmung nicht mehr ganz so gut zur Geltung kommt, deswegen lieber so früh wie möglich besuchen. 

2. Sensoji Tempel 

 

Der Sensoji- Tempel ist ein weiteres Highlight in Tokio und bei TouristInnen sehr beliebt. Wir haben den Tempel zur Mittagszeit besucht, weswegen natürlich viele Menschen vor Ort waren. Trotzdem ist das Areal wunderschön und definitiv einen Besuch wert. Wer wenig BesucherInnen antreffen möchte, sollte den Tempel morgens besuchen. 

Der Sensoji-Tempel (oder auch Asakusa-Schrein) ist der berühmteste und älteste buddhistische Tempel in Tokio. 

Die Anlage besteht aus mehreren Hallen und einer wunderschönen fünfstöckigen Pagode. Tolle Bäume und ein kleiner Bach mit Brücken machen das Bild perfekt. Es lohnt sich in der Anlage auch wirklich herumzuspazieren, denn so hat man immer mal wieder etwas weniger Menschen um sich herum und kann den Tempel von verschiedenen Blickwinkeln betrachten. 

Von der Metrostation "Asakusa" ist man in wenigen Gehminuten an der Tempelanlage. 

3. Der Kaiserpalast 

 

Hier wohnt der japanische Kaiser. Das Gelände samt Gärten ist mit über 100.000 m2 riesengroß. Der Palast selbst kann nur am 2.1. besichtigt werden, die Gärten aber sind öffentlich zugänglich. 

Im "Kokyogaien Nationalgarten" befindet sich die "Nijubashi Brücke", außerdem hat man hier einen weitläufigen Blick auf die gesamte Anlage. Der gesamte Kaiserpalast ist von einem tiefen Wassergraben und Mauern umgeben. Wir haben einen Spaziergang entlang des Wassergrabens gemacht, sind durch den "Chidorigafuchi Park" und haben viele, viele JoggerInnen gesehen. Dieser Weg ist eine bekannte Strecke zum Joggen, und es joggen hier wirklich die unterschiedlichsten Menschen, von Mittagspause, Jung und Alt... wir waren davon sehr fasziniert. Außerdem hat man hier einen grandiosen Blick auf Kirschbäume, im Frühling ist das bestimmt wunderschön. 

Danach führt der Weg in den "Kitanomaru Park", hier sind nur noch wenige Menschen unterwegs und eine angenehme, ruhige Atmosphäre herrscht dort. Es lohnt sich, auf den kleinen Wegen entlangzugehen oder auch eine Pause auf einer der zahlreichen Bänke einzulegen. Dann gelangt man in den "Ostkaisergarten", hier ist wieder reges Treiben, herrliche Bäume und die Ruinen der ehemaligen Kaiserburg lassen sich bestaunen.

Für den gesamten Spaziergang benötigt man ein bis zwei Stunden, wer wenig Zeit hat, sollte den "Kokyogaien Nationalpark" und den "Ostkaisergarten" besuchen.

 

Ein weiterer Tipp: Die Gegend rund um den "Kokyogaien Park" ist wunderschön, Hochhäuser wohin man schaut. Besonders toll ist auch der Tokio Bahnhof, das Bahnhofsgebäude, umgeben von diesen modernen riesigen Häuserkomplexen, gibt ein beeindruckendes Bild.

Auch der "Wadakura Fountain Park" ist toll. Man sollte also genügend Zeit einplanen, um die Gegend zu erkunden.

touristisches Zentrum - Asakusa

Rund um den Sensoji-Tempel erstreckt sich das touristische Viertel "Asakusa". In der Straße "Nakamise" findet man viele kleine Verkaufsstände mit traditionellem Essen, Kunsthandwerk, Kleidung oder Souvenirs. Rund um die Straßen "Kannondoori" und "Asakusa Chuo Dori" reihen sich weitere Stände, hier schlendert man am besten einfach umher. Allerdings muss man sich durchaus auf einige andere TouristInnen einstellen.

In der "Rokku Street" und den angrenzenden Straßen befinden sich viele Shoppinggeschäfte und Cafés. 

In Asakusa steht außerdem der Skytree, Tokios höchster Aussichtsturm (nähere Infos weiter unten). 

Vergnügungsviertel

1. Shibuya

 

Shibuya ist bekannt für die wohl berühmteste und größte Straßenkreuzung der Welt: Shibuya Crossing 

Es ist schon ein unglaublich beeindruckendes Gefühl, wenn man hier über die Kreuzung geht, von allen Seiten wechseln Menschen die Straße, es fühlt sich absolut chaotisch und doch irgendwie geordnet an, auf jeden Fall spannend. Besonders toll ist es, das Spektakel von oben zu betrachten, das haben wir allerdings aus zeitlichen Gründen nicht gemacht. Empfehlenswert ist hierfür der Starbucks, der direkt dort liegt, sowie das Einkaufszentrums Magnet by Shibuya 109 (Aussichtsplattform). 

Shibuya ist ein klassisches Vergnügungsviertel mit zahlreichen Geschäften und Bars. Ein Spaziergang führt am besten durch "Shibuya Center-Gai Street", "Inokashira-Dori Street", "Udagawa Street" "Bunkamura Street" und "Orchard Road", sowie die angrenzenden Straßen. 

In Shibuya findet man auch die berühmte Hundestatue "Hachiko". 

 

2. Shinjuku 

 

Auch Shinjuku ist ein typisches Vergnügungsviertel, allerdings befinden sich hier noch mehr Bars und kleine Restaurants, Neonlichter und Werbeschilder als in Shibuya. Vor allem abends ist richtig viel los.I

In der "Yasukuni-dōri" reihen sich Werbebanner und blinkende Reklameschilder aneinander.

Die "Golden Gai" ist Tokios bekannteste Barstraße, hier gibt es so viele Bars und Kneipen, wie an keinem anderen Ort in Tokio. Auch in der  "Omoide Yokocho" (Piss Alley) befinden sich viele kleine Lokale und Bars, zudem ist die Straße sehr schön anzusehen.

 

3. Akihabara

 

Akihabara ist das sogenannte Elektronik-Viertel in Tokio, hier wimmelt es vor Manga- und Anime-Fans und Spielhallen reihen sich aneinander. 

Mich hat es nicht ganz umgehauen, aber das liegt wohl einfach daran, dass ich kein Gaming-Fan bin..., einen Besuch ist es aber auf jeden Fall wert. 

Einkaufsviertel

1. Ginza

 

Ginza ist ein Luxuseinkaufsviertel voller teurer Boutiquen, Einkaufszentren und Restaurants, es gilt als die teuerste Gegend in ganz Tokio. 

Ein Spaziergang durch dieses Viertel ist aber ein Muss, wenn man in Tokio ist ... herrliche Gebäude, Alleen, Schaufenster. Die Straßen "Ginza Marronnier-Dori", "Ginza Gasuto-Dori", "Ginza Renga-Dori" führen durch Ginza und in den vielen kleinen Straßen, die abzweigen, verliert man schon mal den Überblick. Aber das macht nichts, denn durch Ginza kann man sich wunderbar treiben lassen.

Die Einkaufsstraße "Marunouchi Naka-Dori"verläuft durch eine wunderschöne Allee, vorbei an Luxusgeschäften mit toll geschmückten Schaufenstern. Einen Abstecher sollte man auch in den Innengarten des Einkaufszentrums "Marunouchi Brick Square" machen, mit Sitzmöglichkeiten, Cafés und einer traumhaften Bepflanzung. 

Eine große Empfehlung ist das "Tokyo International Forum", das ist ein Kongresszentrum mit einer beeindruckenden Verglasung und einem tollen Bau. Auf dem Vorplatz gibt es Restaurants und Sitzgelegenheiten.

"Mitsukoshi" ist das älteste Kaufhaus in ganz Japan, während das Einkaufszentrum "Ginza Six" eine Vielzahl von Geschäften beheimatet. 

 

Eine besonderer Ort ist der "Hamarikyū Garten", am Rande von Ginza: Eine wunderschöne Parkanlage mit Blick auf Hochhäuser, Blumenbeete, Ginkobäume und das Wasser. Besonders toll ist ein Teich inmitten des Parks, über diesen führen Brücken und man hat eine grandiose Sicht auf die Skyline und auf ein kleines Teehaus, welches im Park beheimatet ist. Besonders zur Abenddämmerung, wenn die Lichter der Stadt angehen, ist das so schön anzusehen. Der Park bietet eine wunderbare Möglichkeit, um Ruhe zu tanken und diesen typischen japanischen Garten zu genießen. 

2. Harajuku und Omotesandõ

 

Beide Viertel sind nur ein paar Gehminuten voneinander entfernt und trotzdem sind beide recht unterschiedlich. Die Haupteinkaufsstraße von Harajuku ist "Takeshita-dōri", voller außergewöhnlicher Läden und Essensmöglichkeiten, farbenfroh und wuselig, so lässt sich das ganz gut zusammenfassen. 

Ein paar hundert Meter später befindet man sich dann auf dem Prachtboulevard "Omotesandõ", hier reihen sich Luxusmarken aneinander. Rechts und links dieses Boulevards zweigen nun viele kleine Gassen ab und auf einmal findet man sich zwischen Concept Stores, Vintageläden und Cafés wieder. Hier sollte man sich genügend Zeit nehmen, herumschlendern, und diese coole Gegend auskundschaften. 

Auch zu empfehlen ist das Einkaufszentrum "Tokyu Plaza Omotesando", nicht wegen der Geschäfte, sondern aufgrund der tollen Architektur. 

3. Roppongi

 

Roppongi ist ein Einkaufs-, Ausgeh-, und Kulturviertel: Hier wimmelt es von Geschäften, Cafés, Restaurants und Museen, dazu tolle Bürogebäude und Wolkenkratzer, eine wirklich interessante Gegend. 

Im Zentrum davon steht der Gebäudekomplex "Roppongi Hills Mori" mit Büroflächen, Museum, Aussichtsplattform, Geschäften, Restaurants und einem Garten.

"The National Art Center", das "Suntory-Kunstmuseum" und das "Mori-Kunstmuseum" sind allesamt im Viertel Roppongi beheimatet, ein Museum-Hopping ist hier also super umzusetzen. Die Museen überzeugen nicht nur mit interessanten Ausstellungen, sondern auch mit unglaublich tollen Bauten. 

Einen zwanzigminütigen Spaziergang entfernt liegt ein weiteres architektonisches Highlight:  der "Azabudai Hills Mori JP Tower", das ist (nach dem Skytree) das momentan höchste Gebäude in Tokio. Auch hier sind wieder Geschäfte, Cafés, Büros und das bekannte "teamLab borderless Museum" (Infos unten) angesiedelt. Vor allem die Außenansicht mit dem tollen Innengarten hat mir außerordentlich gut gefallen. 

Nicht weit davon entfernt liegt der Tokyo Tower (nähere Infos unten). 

 

Tipp: Ab November verwandelt sich die Straße "Keyakizaka", in der Nähe des "Roppongi Hills Mori" in ein Lichtermeer und ist bei Dunkelheit wunderschön anzusehen. 

viertel abseits touristischer Pfade

1. Shimokitazawa

 

Shimokitazawa ist das Vintage-Paradies schlechthin, so viele Vintage-Läden auf einem Fleck habe ich noch nie gesehen. Hier lässt es sich also  nach Herzenslust in den verschiedensten Secondhand-Geschäften stöbern, einen Kaffee trinken, durch die vielen Straßen schlendern und das Treiben genießen - und das alles fernab von Touristenströmen. 

 

2. Daikanyamacho

 

Daikanyamacho und Nakameguro gehören vielleicht zu meinen liebsten Vierteln in Tokio. So eine entspannte und tolle Atmosphäre liegt hier in der Luft, mich hat es an Williamsburgh in New York erinnert. 

Bevor man sich durch die Gassen in Daikanyamacho treiben lässt, empfehle ich, das "Kyu Asakura House" zu besuchen. Dies ist ein altes traditionelles japanisches Holzhaus mit einem tollen Garten (3€ Eintritt, Schuhe müssen ausgezogen werden, bevor man das Haus betritt). 

Das Haus strahlt eine ganz angenehme und ruhige Atmosphäre aus, bei mir waren nur wenig andere TouristInnen vor Ort. 

 

Direkt neben dem traditionellen japanischen Haus liegt ein moderner und architektonisch toller Einkaufskomplex: "Hillside Terrace", das sind kleine Gebäude mit Geschäften und Cafés, die aber eher wie eine eigene kleine Wohngegend wirken. 

Direkt gegenüber, auf der anderen Straßenseite, liegen viele tolle kleine Gassen mit Geschäften, die erkundet werden wollen.

Ein weiteres Highlight ist das "Forest Gate Daikanyama", ebenfalls ein Einkaufszentrum und ebenfalls ein richtig toller Bau.

Nun sollte man noch einen kleinen Spaziergang in die Straße "Daikanyama Esperanza-dori" machen, denn hier reihen sich schöne Cafés und Bars, sowie coole Gebäude aneinander.

 

Die meisten Menschen tummeln sich in diesem Viertel rund um die Buchhandlung "Tsutaya Books Daikanyama". Diese hat nicht nur einen tollen Bau, sondern liegt auch an einem sehr schönen Platz mit Café. 

Nur einen zehnminütigen Spaziergang entfernt liegt das Viertel Nakameguro

 

3. Nakameguro

 

Nakameguro liegt am Fluss Meguro. Direkt am Flussufer erstrecken sich auf der rechten und linken Seite Geschäfte, Bars und Cafés. Über Brücken kann man immer wieder die Flussseite wechseln. Locker und entspannt geht es hier zu.

Am besten startet man eine Erkundungstour an der weltweit größten Starbucksfiliale: Starbucks Reserve Rostery, Nakameguro, und schlendert dann immer am Fluss entlang Richtung "Meguro River Funairiba Plaza" (hier hat man eine tolle Sicht auf den Fluss). Wer einen noch längeren Spaziergang wünscht, folgt einfach der Uferpromenade am Fluss (hier stehen viele Kirschbäume, im Frühling sicher auch ein toller Spot). 

4. Takanawa

 

Da unsere Unterkunft im Viertel Takanawa lag, haben wir dieses Viertel natürlich auch erkundet und dabei einen wirklich (noch) tollen Geheimtipp entdeckt: "Takanawa Gateway City"

Dabei handelt es sich um einen großen, architektonisch toll gebauten, Gebäudekomplex, der das Einkaufszentrum "Newoman Takanawa", Cafés, Technik-Erlebnisse, sowie Veranstaltungsräume und einen tollen Innengarten beinhaltet. Das Ganze liegt direkt am Bahnhof Takanawa Gateway. Alle Teile sind aber noch nicht geöffnet, erst im Laufe von 2026 soll der gesamte Gebäudekomplex eröffnet werden. 

Wir haben uns lange im "Takanawa Newoman Einkaufszentrum" aufgehalten. Neben den wirklich tollen Geschäften und schönen Cafés hat mir die Bauweise unglaublich gut gefallen. Absolut modern, mit tollen Möbeln und Bepflanzungen, immer wieder hat man die Möglichkeit, nach draußen zu gehen und die Aussicht über den Bahnhof Shinagawa zu genießen. Auch der Innenhof ist schön gestaltet und bietet viele Sitzmöglichkeiten.

Besonders toll ist der Dachgarten "Luftbaum", welcher im 28. Stockwerk des Einkaufszentrums liegt. Hier gibt es Restaurants, Rooftopbars, viele Pflanzen und eine herrliche Aussicht, sehr zu empfehlen.

5. Odaiba

 

Odaiba ist eine künstlich angelegte Insel in Tokio, die wunderbare Ausblicke auf Tokios Skyline und das Meer bietet.

Einen Spaziergang startet man gut ab der Metrostation "Telecom Center", geht dann durch den "Symbol Promenade Park", vorbei an tollen Gebäuden mit beeindruckender Architektur. Weiter geht es am Einkaufszentrum "RiverCity Tokyo" vorbei, wer möchte kann der riesigen Roboterstatue "Unicorn Gunda" einen Besuch abstatten. Sehr interessant ist auch der Fuji Tower, der über Odaiba thront. 

Gleich erreicht man nun die herrliche Aussichtsplattform, welche einen unglaublichen Blick auf die "Rainbow Bridge", Tokios Skyline und das Meer beschert. Vor allem zur Dämmerung, wenn Tokio und die Brücke langsam erleuchtet werden, ist das so schön anzusehen. Definitiv eines meiner Highlights in Tokio. 

Rechts davon steht sogar eine kleine Freiheitsstatue, kein Wunder also, dass bei mir an diesem Ort New York Erinnerungen aufkamen. 

Ein weiterer cooler Spot auf Odaiba ist der "Toyosu Senkyaku Banrai Foodmarkt", ein kleiner, aber feiner Markt mit Essensständen, Sitzmöglichkeiten und schöner Beleuchtung (aber Achtung: Wir waren um 18 Uhr dort und viele Stände hatten schon geschlossen). 

6. Yanaka Ginza

 

Fernab vom geschäftigen Tokio geht es in Yanaka ruhig und traditionell zu. Man findet dort typische Holzhäuschen, viele kleine Restaurants und Cafés, sowie süße Läden. Ein Bummel durch die Straßen lohnt sich auf jeden Fall und zeigt nochmal ein anderes Bild von Tokio. Rund um die Straße "Yomise" zweigen viele kleine Gassen ab. 

Aussichtspunkte

Tokio bietet sich für Aussichtspunkte natürlich wunderbar an. Wir haben nur einen "klassischen" Aussichtsturm gewählt, aber das hat ausgereicht, da wir noch andere tolle Ausblicke gefunden haben.

1. Tokyo Tower

 

Angelehnt an den Eiffelturm wurde der Tokyo Tower als Stahlfachwerkturm gebaut und misst eine stolze Höhe von 332 Metern. Auf zwei Aussichtsplattformen genießt man einen Rundblick über Tokio. Wir waren nur auf der ersten Plattform, denn der Preis für die zweite Plattform ist doppelt so hoch. Die erste Plattform mit 150 Metern gibt schon einen wunderbaren Ausblick, sodass das meiner Meinung nach reicht (die zweite Plattform liegt bei 250 Metern). Auf der ersten Plattform befinden sich außerdem ein Geschäft und ein Café. Mit einem Aufzug wird man nach oben gefahren.

Die Aussichtsplattformen sind verglast, 

 

2. Dachgarten "Luftbaum" im Takanawa Newoman Einkaufszentrum

 

Im 28. Stockwerk des Einkaufszentrums liegt eine tolle Aussichtsplattform, die zwar keinen Rundblick gibt, dafür aber kostenlos und nicht überlaufen ist und dazu noch ein tolles Ambiente bietet. 

 

3. Aussicht auf Tokios Skyline und die Rainbow Bridge 

 

Vom "Odaiba Marine Park Observation" hat man einen unglaublichen Blick auf die "Rainbow Bridge", Tokios Skyline und das Meer. Vor allem zur Dämmerung, wenn Tokio und die Brücke langsam erleuchtet werden, ist das so schön anzusehen. Definitiv eines meiner Highlights in Tokio. 

Grünanlagen

1. Kaiserpalast 

 

"Kitanomaru Park": Hier sind nur wenige Menschen unterwegs und es herrscht eine angenehme und ruhige Atmosphäre. Es lohnt sich, auf den kleinen Wegen entlangzugehen oder auch eine Pause auf einer der zahlreichen Bänke einzulegen.

Nicht weit entfernt liegt der  "Ostkaisergarten": Hier ist deutlich mehr los, herrliche Bäume und die Ruinen der ehemaligen Kaiserburg lassen sich bestaunen.

 

2. "Hamarikyū Garten" in Ginza

 

Ein besonderer Ort ist der "Hamarikyū Garten", am Rande von Ginza: Eine wunderschöne Parkanlage mit Blick auf Hochhäuser, Blumenbeete, Ginkobäume und das Wasser. Besonders toll ist ein Teich inmitten des Parks, über diesen führen Brücken und man hat eine grandiose Sicht auf die Skyline und auf ein kleines Teehaus, welches im Park beheimatet ist. Besonders zur Abenddämmerung, wenn die Lichter der Stadt angehen, ist das so schön anzusehen. Der Park bietet eine wunderbare Möglichkeit, um Ruhe zu tanken und diesen typischen japanischen Garten zu genießen. 

 

3. Rikugi-en Garten

 

Was für ein wunderschöner angelegter japanischer Garten!

Herrliche Bäume, Wege, Wasser, Teehäuser, Ausblicke ... der Garten bietet eine tolle Mischung aus angelegt und gepflegt und wild wachsend. Zur Herbstzeit waren die Verfärbungen wunderschön, ein gr0ßes Highlight. 

Routenvorschläge

Im Dschungel an Sehenswürdigkeiten in Tokio ist es gar nicht so einfach, herauszufinden, was sich gut miteinander verbinden lässt.

Hier ein paar Vorschläge:

- Sensoji Tempel mit dem Asakusa Viertel

- Meiji Schrein mit den Vierteln Harajuku und Omotesandõ, bis nach Shibuya

- Kaiserpalast und Viertel Ginza 

- Daikanyamacho und Nakameguro

- Rikugi-en Garten und Yanaka 

- Roppongi, eines der vielen Museen dort, Tokyo Tower