Picos de Europa
Der Nationalpark "Picos de Europa"gehört zu einem meiner Highlights in Nordspanien. Er liegt in Kantabrien, León und Asturien und ist nur 20 km vom Meer entfernt. Der "Picos de Europa" bietet eine unglaubliche Abwechslung: Von einem beeindruckenden Kalksteinmassiv mit unterschiedlichsten Felsformationen und gigantischen Gipfeln (bis zu 2600 Meter) bis zu Schluchten, grünen Wiesen, Bergseen und Bergdörfern, ist alles mit dabei. Man kann eine ganze Reise in diesem Nationalpark verbringen, und vor allem SpanierInnen machen dies gerne. Wir haben den Nationalpark während unserer Nordspanienreise erkundet, hatten natürlich nicht ganz so viel Zeit, aber haben trotzdem einiges unternommen, was ich euch nun vorstellen möchte.
las Arenas und Rio Cares
Von Kantabrien kommend sind wir auf der Straße AS-114 in den Nationalpark eingefahren, und was für eine Straße das doch ist: Grüner Wald und der wunderschöne türkisblaue Fluss "Rio Cares" umgeben diese Straße, welche sich eng durch den Nationalpark schlängelt. Immer wieder mussten wir anhalten und den Blick auf den Fluss genießen.
Unser erster richtiger Halt war dann "Las Arenas", dort haben wir in der Nähe des Museums "Cueva del Queso de Cabrales" geparkt. Auf der Brücke, die dort direkt liegt, hat man einen tollen Ausblick auf den Fluss. Direkt neben dem Fluss liegt ein kleiner Wanderpfad, auf welchem wir spaziert sind.
Wenn man hier in der Gegend ist, sollte man auf jeden Fall noch zum Aussichtspunkt "Mirador del Naranjo de Bulnes" spazieren oder fahren, denn hier erstreckt sich der 2500 Meter hohe Berg "Picu Urriello" vor einem und der Anblick ist beeindruckend.
Sotres
Von "Las Arenas" sind wir dann auf der Straße AS-264 weiter nach Sotres gefahren, und das auf einem wirklich spektakulären Weg. Langsam weicht das Grün und eine Karstlandschaft mit unglaublichen Felsformationen taucht nun auf. Die Straße wird immer schmaler und enger (für ungeübte FahrerInnen nicht geeignet), es geht höher und höher und eine Serpentine nach der anderen wird erklommen. Sotres ist ein kleines Bergdorf, welches hoch oben im Nationalpark liegt und alles überthront.
Wir haben am Ortsanfang geparkt und sind dann zum Aussichtspunkt "Mirador de Los Jorcaos" gegangen. Zunächst passiert man dabei eine kleine Kirche, geht durch eine enge Gasse voller kleiner Steinhäuser hindurch und gelangt dann zum Aussichtspunkt.
Für mich war das wirklich ein unfassbarer Anblick: Die kargen Felsen, diese Wucht, diese Größe, diese Macht und ich staunend ... das bleibt im Herzen.
Cangas de Onis
Vom spektakulären Sotres sind wir dann nach Cangas de Onis gefahren. Die Landschaft wird wieder grüner und sanfter. Cangas de Onis ist einer der Hauptorte des Nationalparks, wir hatten hier auch unsere Unterkunft. In Cangas de Onis befinden sich viele Hotels und trotzdem hat dieser Ort Charme. Besonders schön ist die Bogenbrücke, durch welche der Fluss Sella hindurchfließt. Man sollte auf jeden Fall auf die Brücke hinaufgehen, und auch hinunter zum Fluss. Dort hat man eine tolle Sicht zur Brücke hoch und auf den Fluss. Ansonsten schlendert man am besten einfach durch den kleinen Ort, genießt spanische Spezialitäten, stattet dem Kirchplatz einen Besuch ab.
Tipp: neben der Brücke befindet sich ein Restaurant mit schönem Garten, es gibt einen bedienten Bereich und eine Selbstbedienung. Hier ein kühles Getränk zu genießen und auf die Brücke zu blicken, ist toll.
Covadonga seen
Die Covadonga Seen sind wohl eines der beliebtesten Ziele im Nationalpark. Zwei wunderschöne Bergseen, eingebettet in ein herrliches Panorama von Felsen und grünen Wiesen.
Da die Seen von Vielen angesteuert werden, sind keine Autos in dieser Gegend erlaubt. Daher muss man mit einem dafür vorgesehenen Bus anreisen. Diesen Bus kann man beispielsweise in Cangas de Onis nehmen (Fahrzeit 50 Minuten). Die Fahrkarte muss im Voraus gebucht werden, alle Informationen findet ihr hier https://www.buslagoscovadonga.es/home.
Bei den Seen angekommen, führt ein Rundwanderweg an beiden Seen vorbei und ermöglicht spektakuläre Blicke, die Kulisse sieht traumhaft aus. Gute zwei Stunden, oder auch länger, sollte man für den Besuch auf jeden Fall einrechnen. Es gibt eine Einkehrmöglichkeit.
Basílica de Santa María la Real de Covadonga
Die "Basílica de Santa María la Real de Covadonga" liegt wunderschön erhaben über Covadonga.
Auf dem gleichen Areal befindet sich eine dazugehörige Höhle, in welcher die Jungfrau von Covadonga liegt, diese ist in einen Felsen eingebaut, was sehr beeindruckend ausschaut. Über einen Tunnel gelangt man in das Innere der Höhle, aus einer kleinen Grotte direkt neben der Höhle entspringt ein kleiner Wasserfall.